Die Modalitäten des Bannerklaus sind klar umrissen. Besondere Aufmerksamkeit sollte der folgenden, letzten Regel geschenkt werden:
Regel 11 der Banner Stealing Rules:
Die letzte und wichtigste dieser Regeln besagt, daß jeder teilnehmende Tänzer sich immer daran erinnern sollte, daß diese "Diebestouren" zu Besuchen zwischen den einzelnen Klubs anregen sollen, mit dem Zweck, einander besser kennenzulernen und dass sie immer unter dem Zeichen von Spaß und Freundschaft stehen sollten.
Das impliziert ganz automatisch, daß die gegenseitigen Besuche unter den gleichen, fairen Bedingungen stattfinden sollten.
Für Diebe ist es sicher ein
Mordsspaß, wenn sie am Rande einer Ferienreise ans andere Ende der
Republik mehrere Clubs besuchen, um deren Banner zu stehlen. Ob
solche
Rundumschläge jedoch auch bei den heimgesuchten Clubs auf
Gegenliebe stößt, darf bezweifelt werden.
Mathematik: 8 Leute
reisen 2.000 km = 16.000
MannKilometer und erhalten von 5 Clubs je ein Banner. Würden diese
Clubs
die Banner
zurückzuholen, wären
5 x 8 x 2.000 = 80.000
FrauKilometer in eine Gegend erforderlich, die die Bestohlenen
u.U.
garnicht aufsuchen wollen. Da solche Banner
oft nicht zurückgeholt werden, sollte man diese nach einer
gewissen
Zeit
unaufgefordert zurückgeben! Regel 9
macht
Vorschläge
wie
man
in diesen Fällen verfahren soll.
Es gibt einige Clubs, bei denen im
Voraus feststeht, daß sie ihr Banner nicht zurückholen können oder
wollen. Diese Clubs könnten den Dieben eine Urkunde
aushändigen,
die es denen ermöglicht ihre
Bannerstatistik entsprechend zu vervollständigen. Es wäre sinnvoll
die
Modalitäten im Vorfeld einer langen Reise zu klären um unangenehme
Überraschungen zu vermeiden.
Findet sich ein Club ein, der sein
Banner wiederhaben möchte, sollte auch für diese Besucher
der Spaß am Tanzen gewährleistet werden. Auch die ehemaligen
Stehler sollten sich
darum kümmern, daß die Gäste nicht nur von einem Häuflein Elend in
Empfang genommen werden.
Die Ferienzeit des eigenen Clubs wird gerne genutzt, um in anderen Clubs zu tanzen. Man sollte in dieser Zeit die Gastfreundchaft der Clubs nicht dadurch strapazieren, daß man auch noch Banner fordert. Einige gebeutelte Clubs schränken diese Sitte bereits ein mit dem Vermerk "kein Bannerklau während der Ferien".
Wolfgang Benz